Viele Köche verderben … die Übersetzung?

Stimmt es, dass wenn viele Übersetzer, die z. B. auch in dem selben Übersetzungsbüro arbeiten können, wenn sie an der selben Übersetzung arbeiten, dass diese dann nicht mehr so optimal ist? Wie immer, ist die Frage nicht einfach zu beantworten, denn man könnte ja und nein antworten. Tatsache ist, dass viele Übersetzer an einem Text nicht denselben Stil einhalten können bzw. benutzen nicht dieselben Termini. Die Übersetzung ist also damit nicht konsistent, nicht nur stilistisch, sondern – was noch schlimmer ist – terminologisch. Man weicht auf mehrere Übersetzer immer dann aus, wenn die Texte sehr umfangreich sind oder die Zeit knapp ist. Und wenn es die Kunden explizit erlauben. Hat man auf der anderen Hand einen Text, der übersetzt worden ist, lektoriert, stilistisch bearbeitet, dann nochmals lektoriert und dann nochmals vom ersten Übersetzer überprüft, kann es sein, dass zwischen diesen vier Menschen so gravierend in den Text einbegriffen wird, dass es dem Ausgangstext überhaupt nicht mehr entspricht. In diesem Fall könnte man dann die oben gestellte Antwort mit ja beantworten, denn es ist so ein ganz neuer Text entstanden. Wollte man einen ganz neuen Text in der Fremdsprache, wären da Texter bzw. Schreiber besser geeignet als Übersetzer.

Sprachkombinationen – was geht?

Man sollte in der Lage sein alle Sprachkombinationen zu übersetzen, oder? Auch die etwas ungewöhnlichen, wie Slowakisch – Kurdisch. Wenn es für diese Sprachkombination einen Übersetzer gibt, dann selbstverständlich. Man muss aber wissen, dass Sprachen mit wenigen Muttersprachlern auch weniger Sprachkombinationen zur Verfügung haben. Dies heißt nur, dass in einem Land mit z.B. 8 Millionen Einwohner, ein kleiner Prozent davon vom Übersetzen lebt und dann davon noch ein kleinerer Prozent in den ungewöhnlichen Sprachkombinationen. Diese Übersetzer sind dann auch teuer und können nicht alle Bereich abdecken. Was kann man aber tun, wenn die eigentliche Sprachkombination nicht realisierbar ist? Man lässt den Text zuerst in eine „größere“ Sprache übersetzen, aus dem Umfeld der eigentlichen Zielsprache. Dies hängt dann von Zielsprache ab, man kann zum Englischen, Deutschen, Spanische, Russischen, Arabischen oder Chinesischen greifen. Diese Sprachen sind weitverbreit und da lässt sich dann auch ein Übersetzer für die eher kleine und exotische Sprache finden.

3. Bremer Symposion 2011 zum Thema Autonomie und Assessment

Das dritte Bremer Symposion wird von Freitag, 4. März bis Samstag, 5. März 2011 an der Universität Bremen stattfinden und wird organisiert vom Fremdsprachenzentrum der Hochschulen im Land Bremen (FZHB) in Kooperation mit dem Arbeitskreis der Sprachenzentren, Sprachlehrinstitute und Fremdspracheninstitute (AKS). Die Tagungsgebühren betragen 75 beziehungsweise 60 €; den ermäßigten Preis zahlen Studierende, Lehrbeauftragte ohne Festanstellung, Arbeitssuchende sowie ReferentInnen, die einen Tagungsbeitrag in den Workshops leisten. Die linguistische Konferenz ist nicht nur für Linguisten interessant, sondern auch für alle, die sich beruflich mit irgendwelchem Aspekt der Sprache auseinandersetzen; dazu zählt man beispielsweise Sprachlehrer, Fachübersetzer, Sprach- und Kulturvermittler, Übersetzer, die sich mit medizinische Übersetzung beschäftigen oder beglaubigte Übersetzer.